Notfallkarte für pflegende Angehörige: Was ist das?

Notfallkarte für pflegende Angehörige: Was ist das?

Diese Frage stellen sich viele Menschen in Deutschland. Denn im Notfall zählt jede Sekunde. Doch es gibt eine einfache Möglichkeit, wie Sie Ihr eigenes Leben retten und zeitgleich schnelle Hilfe für pflegebedürftige Angehörige sicherstellen können. Die Rede ist von der sogenannten Notfallkarte. 

Sie fragen sich jetzt, worum es sich dabei handelt? Dann lesen Sie jetzt ganz einfach weiter! In unserem heutigen Artikel haben wir die wichtigsten Informationen kurz und bündig für Sie zusammengefasst. So können Sie Ihr Leben und das Ihrer Angehöriger schon bald sicherer gestalten! 

Hilfsbedürftige Person wird von zwei Einsatzkräften auf Bare getragen
Die Notfallkarte enthält Informationen, die für eine optimale medizinische Versorgung im Ernstfall relevant sind

Was ist eine Notfallkarte? 

Bei der Notfallkarte handelt es sich um ein spezielles Informationsdokument. Es enthält sämtliche wichtigen Infos, welche die optimale medizinische Versorgung im Ernstfall ermöglichen. Das umfasst beispielsweise Angaben zu: 

  • der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten
  • derzeit bekannten Allergien
  • anderen (chronischen) Vorerkrankungen 
  • aktuell genutzten Hilfsmitteln wie Herzschrittmacher, Rollatoren o.Ä.
  • das Datum des letzten Krankenhausaufenthalts
  • Name, Adresse sowie Telefonnummer des Hausarztes
  • die eigene Blutgruppe (falls bekannt)
  • alle notwendigen Angaben zur Kontaktperson
  • Informationen zum Wohnort (Adressangabe)

Bestenfalls werden diese Informationen jederzeit am Körper getragen. So erhalten die Rettungskräfte vor Ort einen ersten Eindruck von der Gesamtsituation und können umgehend die richtigen Schritte einleiten. Doch es gibt noch einen weiteren Faktor, der bei einer Notfallkarte berücksichtigt werden kann: die Pflege von Angehörigen. 

Haben Sie eine pflegebedürftige Person zu Hause, muss diese selbstverständlich auch dann weiter betreut werden, wenn Sie dazu nicht mehr in der Lage sind. Daher sollten Sie dies unbedingt auf der Notfallkarte vermerken. In diesem Zusammenhang geben Sie gleich einen Notfallkontakt an, der die Pflege für den Zeitraum Ihrer Abwesenheit übernehmen soll. Diese Person wird dann zeitnah von den Rettungskräften informiert, sodass die Pflege Ihrer Liebsten weiterhin sichergestellt wird. 

Hände einer älteren Dame werden von den Händen einer Angehörigen gehalten
Weitere Informationen, die eine Notfallkarte enthalten sollten: Kontaktdaten von Angehörigen

Wie sieht eine Notfallkarte aus? 

Wie eine Notfallkarte aussehen muss, ist gesetzlich nicht festgelegt. Im Internet lassen sich zahlreiche Beispiele einer Notfallkarte zum Ausdrucken finden. Diese können Sie dann bequem ausfüllen, zusammenfalten und beispielsweise in Ihrem Portemonnaie bei sich tragen. Es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten. 

So kann es besonders sinnvoll sein, die Notfallkarte im Kleinformat beispielsweise an Ihrem Personalausweis oder aber der Krankenversicherungskarte festzukleben. Nach diesen wird bei einem Notfall in der Regel ohnehin gesucht. Die Rettungskräfte werden so meist deutlich schneller auf die Notfallkarte aufmerksam. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie und Ihre Angehörigen gut versorgt werden. 

Da sich Papier in der Regel schnell abnutzt, kann es außerdem sinnvoll sein, die Notfallkarte zu laminieren. Durch den Plastikmantel ist sie gegenüber Feuchtigkeit & Co optimal geschützt. Dadurch ist sie auch nach vielen Jahren noch lesbar. 

Auch gibt es mittlerweile die Möglichkeit, die Notfallkarte in Form einer App auf dem Smartphone zu nutzen. Hier ist sie beispielsweise unter dem Namen Notfallpass bekannt. Der große Vorteil: In der App lassen sich deutlich mehr Informationen hinterlegen als es auf einem Blatt Papier oder einer Scheckkarte möglich wäre. So können beispielsweise ganze Dokumente hinterlegt werden, die Sie von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin erhalten haben. 

Wichtig: Sollten Sie sich für die Nutzung einer solchen App entscheiden, achten Sie unbedingt darauf, dass diese schon beim ersten Blick auf Ihr Mobiltelefon zu sehen ist. Auch sollten Sie sicherstellen, dass die App ohne Eingabe eines Sicherheitscodes genutzt werden kann. So können die Rettungskräfte auch dann auf die Informationen in der App zugreifen, wenn Ihr Telefon eigentlich gesperrt ist. 

Notfallcheckliste für zu Hause

Natürlich muss ein Notfall nicht immer unterwegs eintreten. Tatsächlich sogar passieren viele Unfälle in den eigenen vier Wänden. Daher kann es nützlich sein, die Informationen Ihrer Notfallkarte im Großformat auch zu Hause anzubringen. Diese Notfallcheckliste kann dabei einem leicht zugänglichen Ort deponiert oder aber an der Wand angebracht werden. 

Aufgrund ihrer Größe kann sie zudem weitere Informationen wie beispielsweise Angaben zur Organspende oder aber einer Patientenverfügung enthalten. Schreiben Sie ganz einfach alles auf das Dokument, von dem Sie glauben, dass es für Rettungskräfte im Einsatz wichtig sein kann. 

Zwei Frauen sitzen auf einer Bank im Park
Keine einfachen Gespräche: wer übernimmt im Ernstfall die Pflege?

Kontaktperson einweihen 

Sie möchten auf Ihrer Notfallkarte eine Kontaktperson angeben, die Ihre Angehörigen im Ernstfall pflegen soll? Dann sollten Sie diese Person im Vorfeld unbedingt darüber informieren! Am besten wählen Sie dabei eine Person aus Ihrem unmittelbaren Freundes- oder Bekanntenkreis aus. Diese sollte nach Möglichkeit immer zu erreichen und mit der Angabe ihres Namens sowie der Telefonnummer auf der Notfallkarte einverstanden sein. 

Dabei kann es sich um eine Person handeln, welche die Pflege kurzfristig selbst übernimmt. Sie können aber auch durchaus eine Person angeben, die lediglich schnell Hilfe organisiert, indem sie beispielsweise einen ambulanten Pflegedienst informiert. Damit die Person sich nicht überfordert fühlt, kann es zudem sinnvoll sein, eine zweite Person über die Vorgehensweise zu informieren. So wird die Last auf mehrere Schultern verteilt. 

Wichtig dabei: 

Wofür auch immer Sie sich entscheiden - die Kontaktperson muss genau wissen, was im Notfall zu tun ist. Um das sicherzustellen, sollten Sie eine Liste anlegen, die den Pflege-Alltag im Detail beschreibt. Am besten überreichen Sie diese der Person bereits im Vorfeld und gehen die einzelnen Punkte gemeinsam mit ihr durch. Die Liste kann beispielsweise Informationen zu folgenden Punkten beinhalten: 

  • Angaben zu geregelten Essenszeiten
  • falls vorhanden die Telefonnummer des Pflegedienstes, Hausarztes sowie verschiedener Fachärzte
  • Informationen zum Aufbewahrungsort von wichtigen Dokumenten wie der Krankenversicherungskarte, einer Patientenverfügung, einem Schwerbehindertenausweis o.Ä.
  • Angaben zu bestehenden Vorerkrankungen
  • eine allgemeine Dokumentation des aktuellen Pflege-Alltags
  • alle wichtigen Informationen zur Medikamentengabe

Für den Fall, dass Ihre Kontaktperson die Liste verlegt hat, sollten Sie sie zusätzlich bei sich tragen. Drucken Sie diese daher nach Möglichkeit aus und deponieren sie beispielsweise in ihrem Portemonnaie. Des Weiteren kann es sinnvoll sein, stets einen gewissen Vorrat für den Notfall anzulegen. Achten Sie also darauf, dass jederzeit ausreichend Medikamente, Essen, Inkontinenzmaterialien etc. vorhanden sind, um die Zeit Ihrer Abwesenheit zu überbrücken. 

Notfallnetzwerk und Budget 

Neben Freunden, Bekannten oder Angehörigen gibt es zahlreiche Institutionen, die in einem Ernstfall einspringen und die Pflege Ihrer Angehörigen übernehmen können. Dazu zählen beispielsweise spezielle Pflegeeinrichtungen, der sozialpsychiatrische Dienst oder aber ambulante Pflegedienste. Bestenfalls informieren Sie sich schon vor Eintreten eines Notfalls über Ihre Möglichkeiten.

In vielen Fällen, wie beispielsweise im Rahmen der Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege, übernimmt die Pflegekasse einen Großteil der Kosten. Lassen Sie sich von der Pflegeversicherung am besten zu Ihren Möglichkeiten beraten. In der Regel erhalten Sie dann eine ausführliche Liste mit Anbietern in Ihrer unmittelbaren Nähe. 

Wichtig dabei: 

Die Pflegekasse stellt für eine Auszeit bzw. Pflegeersatz verschiedene Geldtöpfe zur Verfügung, deren Höhe klar gedeckelt ist. Dabei sollten Sie versuchen, nach Möglichkeit immer etwas Budget übrig zulassen und dieses nicht vor Ende des Jahres zu verbrauchen. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass die finanziellen Mittel erschöpft sind - die teilweise hohen Kosten müssten dann von Ihnen oder der pflegebedürftigen Person allein getragen werden. 

Mit der Patronus-Uhr am Handgelenk wurde ein Notruf ausgelöst
Auch im Ernstfall abgesichert: mit der Patronus-Uhr überall und jederzeit im Ernstfall einen Notruf absetzen

Unverzichtbar - ein Notrufsystem 

Als pflegende Angehörige ist ein Tool für Sie unverzichtbar: ein Hausnotrufsystem. Dabei haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie können sich beispielsweise für den klassischen Hausnotruf entscheiden, der aus einer Basisstation sowie einem Sender besteht und nur in den eigenen vier Wänden funktioniert. Dieser ist in der Regel ausreichend für pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren, die den Großteil des Tages oder gar ausschließlich zu Hause sind. 

Derartige Systeme werden meist als Kette um den Hals getragen und sind beispielsweise von Anbietern wie dem Deutschen Roten Kreuz erhältlich. Über den Sender lässt sich ein Notruf per Knopfdruck auslösen. Die Person wird dann mit der Basisstation verbunden, über die 24 Stunden am Tag eine Verbindung zur Hausnotrufzentrale hergestellt wird. Der große Nachteil: Das System funktioniert nur zu Hause und ist für ältere Menschen, die noch aktiv sind, kaum geeignet. 

Patronus-Uhr: Das mobile Notrufsystem 

Sind Ihre Liebsten auch im hohen Alter noch (viel) unterwegs, sollten Sie sich daher für ein mobiles Hausnotrufsystem entscheiden. Besonders beliebt ist hier die revolutionäre Patronus-Uhr. Denn was aussieht wie eine normale Armbanduhr ist in Wirklichkeit ein ausgeklügeltes Notrufsystem, das deutschlandweit immer und überall funktioniert. Möglich machen das eine integrierte SIM-Karte sowie hochwertige Lautsprecher und Mikrofone. 

Bei Bedarf wird die nutzende Person innerhalb weniger Sekunden mit der Patronus-Notrufzentrale verbunden. Nun kann sie über die Uhr direkt mit medizinisch ausgebildetem Fachpersonal sprechen, das die Lage professionell einschätzt. Im Ernstfall wird umgehend der nächstgelegene Rettungsdienst alarmiert, ehe die im Vorfeld angegebenen Notfallkontakte in Kenntnis gesetzt werden. 

Das Beste an allem: Liegt ein Pflegegrad vor, kann das Nutzungsentgelt der Patronus-Uhr unter gewissen Versorgungsvoraussetzungen von der Pflegekasse anteilig übernommen werden. Im attraktiven 2-Jahrespaket ist die Notruf-Uhr dann schon ab 2,00 Euro pro Monat nutzbar. Dabei zahlen Sie einmalig 48,00 Euro und tragen die Uhr anschließend ganze 24 Monate lang ohne weitere Kosten.

Wir bieten Interessierten eine 14-tägige kostenlose Testphase an. In dieser können Sie oder Ihre Angehörigen die Uhr ganze zwei Wochen lang unverbindlich Probe tragen. Gefällt Ihnen die Uhr, können Sie diese gegen ein monatliches, jährliches oder zweijährliches Nutzungsentgelt weiternutzen. Gefällt Ihnen die Uhr nicht, schicken Sie diese mit einem kostenfreien Retouren-Etikett einfach an uns zurück. So gehen Sie keinerlei Risiko ein! 

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Tochter umarmt glücklich ihren älteren Vater, der die Patronus-Uhr am Handgelenk trägt
Schenkt Sicherheit, sowohl für die Nutzer der Patronus-Uhr, als auch für die Angehörigen

Fazit 

Eine Notfallkarte ist nicht nur sinnvoll, wenn Sie im Ernstfall die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten möchten. Sie kann auch und vor allem dazu dienen, die Pflege Ihrer Angehörigen sicherzustellen. Wichtig dabei ist, alle notwendigen Informationen auf dem Notfallpass zu hinterlassen - vollkommen unabhängig davon, ob Sie diesen selbst ausdrucken oder im Scheckkartenformat erwerben. 

Machen Sie sich Sorgen um das Wohlergehen Ihrer Liebsten, ist zudem ein Notrufsystem sinnvoll. Bei Pflegebedürftigen, die ausschließlich zu Hause sind, reicht dabei meist ein klassischer Hausnotruf aus. Sollte die Person jedoch noch aktiv sein, ist ein mobiles Hausnotrufsystem wie die Patronus-Uhr die bessere Lösung. So können Ihre Angehörigen jederzeit Hilfe rufen - und Sie Ihr Leben sorgenfreier gestalten. Wenn wir einen Unfall haben oder andere unvorhergesehene Dinge passieren, muss es häufig sehr schnell gehen. Zum einen wollen wir, dass wir selbst die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten und unsere Liebsten darüber informiert werden, wie es uns geht. Zum anderen aber kann es auch passieren, dass wir unsere Angehörigen pflegen und uns fragen: „Wer kümmert sich um sie, wenn ich dazu plötzlich nicht mehr in der Lage bin?"

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